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Kommunalarchive

Pressemitteilung von Dienstag, 8. Juli 2003
Stadt Mannheim

Der Nachlass von Herbert Mies im Stadtarchiv Mannheim

Mannheim. Herbert Mies, von 1973 bis 1990 Bundesvorsitzender
der
Deutschen Kommunistischen Partei DKP, übergab seinen
schriftlichen
Nachlass dem Stadtarchiv Mannheim. [...]

Neben persönlichen Unterlagen wie etwa den handschriftlichen
Aufzeichnungen aus dem Studium am Institut für Wirtschaftsplanung in
Moskau oder Redemanuskripten bilden Materialien zur Freien Deutschen
Jugend FDJ und zur Geschichte der DKP den Hauptteil des Nachlasses.
Ebenso sind die Beziehungen von Herbert Mies zu Personen der
Zeitgeschichte wie Michail Gorbatschow oder Erich Honecker
dokumentiert. [...]

Mit dem Nachlass Herbert Mies befindet sich das Stadtarchiv Mannheim
im Besitz eines der wichtigsten Bestände zur Geschichte der
kommunistischen Bewegung in Deutschland.

[via Mail von W. Traschuetz]

Die Stuttgarter Zeitung meldete am Samstag, 07.07.03, die Bürgermeister Klaus Lang und Klaus-Peter Murawski (Finanzen und Verwaltung) hätten ein Ideenpapier vorgestellt, auf der viele "freiwillige" Leistungen der Stadt auf dem Prüfstand stehen: Im Kulturbereich soll das Stadtarchiv erheblich zur Ader gelassen werden; hier sind etwa vier von 21 Stellen bedroht. Dies sei tragbar, weil Stuttgart im Vergleich zu Karlsruhe personell besser dastehe.

Württembergisch Franken Band 86 (2002). Jahrbuch des Historischen Vereins für Württembergisch Franken, Schwäbisch Hall 2002, 682 S., Abb.
Das vom Stadtarchiv Schwäbisch Hall redigierte Jahrbuch „Württembergisch Franken“ erschien als Festschrift zum 65. Geburtstag von Professor Dr. Gerhard Taddey und ist daher als Archivarsfestschrift mit vielen archivfachlichen Beiträgen auch hier zu registrieren (dem Stadtarchiv SHA vielen Dank für das Inhaltsverzeichnis!).

INHALT

Hansmartin Schwarzmaier, Konrad von Rothenburg, Herzog von Schwaben. Ein biographischer Versuch

Peter Schiffer, Hohenlohische Herrschaftsbildung im Raum um den Ohrnwald. Zur Territorialpolitik Krafts I. (1256-1313) und Krafts II. (1290-1344) von Hohenlohe

Peter Rückert, Die Ellwanger Propstei Hohenberg und ihr Patron, der heilige Jakobus

Maria Magdalena Rückert, Zur Memoria der Herren von Berlichingen im Kloster Schöntal

Daniel Stihler, Die Schwäbisch Haller Brücken und Stege des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Sven-Uwe Bürger, Georg von Wolmershausen zu Amlishagen (ca. 1479-1529). Annäherung an einen fränkischen Adligen im weiteren Umfeld des Hofes Kaiser Karls V.

Raimund J. Weber, Reichskammergerichtsprozesse der Grafschaft Hohenlohe vor dem Dreißigjährigen Krieg

Udo Schäfer, Lehnrecht vor dem Reichskammergericht. Ein Prozess zwischen den Grafen von Hohenlohe und den Bischöfen von Würzburg

Bernhard Theil, Der Bestand „Grafen und Fürsten von Hohenlohe“ im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Entstehung, Geschichte und Quellenwert

Stefan Benning, Wes man sich in sterbensleufften ordentlich halten solle. Ein Pesttraktat des Schwäbisch Haller Stadtarztes Dr. Nikolaus Winkler (1529-1613) von 1563

Robert Kretzschmar, Heinrich Schickhardt in Hohenlohe

Gerhard Rechter, „... hat sich um Schutz beworben“. Beobachtungen zu den jüdischen Gemeinden in den Herrschaften der Freiherrn von Crailsheim im nachmals bayerischen Franken

Peter Müller, Negotia communia communiter negliguntur – Zur Geschichte des Löwenstein-Wertheimschen Gemeinschaftlichen Archivs

Andreas Maisch, Behinderungen und behinderte Menschen in der Reichsstadt Schwäbisch Hall

Wolfgang Zimmermann, Konfessionalisierung und Buchbesitz. Klerikerbibliotheken im Landkapitel Mergentheim im 17. Jahrhundert

Albrecht Ernst, Entsprossen von einer wohlberümbten Familie. Zur Herkunft des Haller Stättmeisters Johann Nikolaus Schragmüller (1643-1711)

Carl-Jochen Müller, Zweierlei Mesalliancen. Eine bigamistische Eskapade aus der Spätzeit des Hauses Limpurg-Gaildorf

Rainer Trunk, Quellen zum Ohrdrufer Zweig der Musikerfamilie Bach im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein

Gerhard Fritz, Vaganten, Jauner, Räuber in Hohenlohe, insbesondere im 18. Jahrhundert

Klaus Merten, Die Visite des Grafen Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim bei Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg in Ludwigsburg am 31.Oktober/1.November 1727

Magda Fischer, Ein "entfernter Bücher-Vorrath" - Die Bibliothek des Ritterkantons Odenwald

Volker Schäfer, „Symbolum: Alle neun!“. Kegelspuren vorwiegend in alten Tübinger Studentenstammbüchern

Volker Rödel, Eine fragwürdige Adelserhebung in der Spätzeit es Alten Reiches: J.B. von Rumerskirch

Rainer Brüning, Der Geisterjäger von Goßmannsdorf

Barbara Hoen, Zur Einbindung ehemals hohenlohischer Gebiete in die Verwaltung des Königreichs Württemberg. Die Überlieferung im Staatsarchiv Ludwigsburg

Hermann Ehmer, Die Säkularisation des Stifts Öhringen 1810 und die Versuche zu seiner Wiederherstellung

Paul Sauer, Massenauswanderung aus der kleinen Weingärtnerstadt Besigheim um die Mitte des 19. Jahrhunderts als Folge der wirtschaftlichen Misere und der wachsenden Verarmung

Hans Peter Müller, Antisemitismus im Königreich Württemberg zwischen 1871 und 1914

Joachim Fischer, Die Unteroffiziervorbildungsanstalt Ellwangen 1916-1920

Kurt Hochstuhl, Gegen Säbelrasseln und revanchistische Tiraden: Der Internationale Friedenskongress 1923 in Freiburg

Roland Müller, Vom privaten Landesausschuss zur Staatlichen Volksbüchereistelle: Zur Organisation des Öffentlichen Büchereiwesens in Württemberg zwischen den Weltkriegen

Gerhard Kaller, Heilbronner helfen bei den Schanzarbeiten in den Vogesen im Herbst 1944

Volker Trugenberger, Die Adaption denkmalgeschützter Gebäude für Archivzwecke – Erfahrungen der baden-württembergischen Archivverwaltung bei der Unterbringung der Staatsarchive Ludwigsburg, Sigmaringen und Wertheim

Stadtarchiv-Direktor Gerd Giese und sein Mitarbeiter Dr. Hans-Konrad Stein präsentierten gestern das reich illustrierte Heft Nummer 15 der „Wismarer Beiträge“. Es erschien in 3000-er Auflage und ist für fünf Euro im Handel erhältlich. Historiker aus Schweden und Deutschland schildern darin anschaulich die Geschichte des schwedischen Tribunals in Wismar. Von der feierlichen Eröffnung dieses höchsten Gerichts für die damaligen schwedischen Provinzen im Deutschen Reich vor 350 Jahren reicht die Darstellung bis zum Umzug 1802 nach Stralsund und dann nach Greifswald, [...]. Auch die rechtsgeschichtlichen und politischen Bedingungen der Arbeit des Tribunals werden sehr deutlich. Darum ging es auch auf einer internationalen Konferenz im Mai dieses Jahres im Wismarer Zeughaus [...]. Hier berichteten und diskutierten Historiker aus Schweden, Finnland, Polen und Deutschland über das Wismarer Tribunal im Spannungsfeld zwischen Schweden und dem Deutschen Reich und besonders über die Bedeutung des Tribunals für die Weiterentwicklung der Rechtssprechung. [...]
Auf der Wismarer Tagung wurde auch über die Erschließung der Prozessakten des Tribunals diskutiert. Etwa 10 000 Stück lagern in Greifswald und Stade, der größte Teil jedoch in Wismar. Sie sind inhaltlich kaum erfasst und deshalb für die Forschung nicht zugänglich. Es gibt kein Register. Der Prozessinhalt ist knapp oder falsch angegeben. Deshalb stellte das Stadtarchiv einen Projektantrag für sieben Jahre bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, um die Akten richtig zu erschließen. Damit ist der Historiker Dr. Stein derzeit befasst.

[OZ]

Die Stuttgarter Zeitung brachte am 29.05.03 [Link 14 Tage aktiv] einen Artikel über die Platznot im Esslinger Stadtarchiv. U.a. ist hier zu lesen: Die Schere zwischen wachsenden Aufgaben und räumlicher Endlichkeit im Archiv klafft immer stärker auseinander. Die Rückblende auf das vergangene Jahr, die Halbekann kürzlich vor dem gemeinderätlichen Kulturausschuss gegeben hat, demonstriert das deutlich. "Archive sind Zuwachsverwaltungen", sagt der Archivleiter, der gerne nicht nur mehr Platz für Archivalien, sondern auch für Besucher hätte. Der Wunsch, mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und das Archiv stärker ins Bewusstsein der Bürger zu hieven, scheitert an räumlicher Enge. Für ein Kaffeekränzchen reichte es vielleicht, aber schon der Besuch einer Schulklasse im Archiv macht Schwierigkeiten. Ohne die 1990 übernommenen Räume im so genannten Orgelbau beim Münster Sankt Paul wären die "laufenden Meter" längst zum Stillstand gekommen.

Das St. Galler Stadtparlament hat es abgelehnt, der Verstrickung St. Galler Kaufleute im 18. Jahrhundert in die Sklaverei nachgehen zu lassen, meldet das Tagblatt. Stadtpräsident Heinz Christen zitierte das Stadtarchiv, das in einem Text Hintergründe der Verflechtung städtischer Handelshäuser mit der Sklaverei in Übersee beleuchtet hat. Fälle, in denen St. Galler Kaufleute mit Ausrüstung eines Sklavenschiffes direkt am Menschenhandel beteiligt waren, sind bisher nicht belegt. Bekannt ist dagegen, dass wohlhabende St. Galler Familien Plantagen in Übersee besassen, auf denen es Sklaven gab. Bekannt ist auch, dass für stark wachsende Vermögen im frühen 18. Jahrhundert auch in St. Gallen Anlagemöglichkeiten gesucht wurden, die sich im Umfeld des Sklavenhandels fanden. Für den Stadtrat können die Fragen, die sich damit der heutigen Generation stellen, nicht von einer Stadt im Alleingang aufgearbeitet werden. Die Erforschung des Themas müsse im gesamtschweizerischen Zusammenhang erfolgen.

Erfahrungen mit dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten im Stadtarchiv Münster berichtet R. Link in einem Aufsatz von 2001, nun online in MIAMI.

In dieser Internetzeitschrift sind zwei Beiträge vom Pforzheimer Stadtarchivar Pätzold zur Pforzheimer Stadtgeschichte (zur Pfarreigeschichte und zur Oberschicht im Mittelalter) neu.

Eine kleine virtuelle Ausstellung des Stadtarchivs Greven.

Das Stadtarchiv Mainz hat ein digitales Häuserbuch ins Internet gestellt. Nicht angegeben wird, mit welchen Browsern das Angebot funktioniert (mit Netscape 4 und Opera 6.05 gabs Probleme). [via Rheinhessenarchiv]

 

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