Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive in der Zukunft
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
null

 

Kommunalarchive

Unter dem Titel "Lesen - Schreiben - Drucken" wurde dem St. Galler Stadtarchivar eine "Freundesgabe" gewidmet, über deren Inhalt das St. Galler Tagblatt berichtet.
Die neun Beiträge zeigen auf je eigene Weise, wo und wie Ernst Ziegler in seiner über 30-jährigen Arbeit im Stadtarchiv seine Akzente setzte. Den Auftakt bilden Untersuchungen zu griechischen Inschriften, die in Stein gemeisselt wurden (Autor: Lorenz Hollenstein): ein Hinweis auf die Schriftkurse, die Ernst Ziegler regelmässig gegeben hat. [...] Der Zwischenbericht zur laufenden Edition der St. Galler Urkunden (Stefan Sonderegger) ist ein Dank an Ernst Ziegler, dass er dieses gewaltige Editionswerk angeregt und vor allem die nötigen Quellen dazu lockergemacht hat. Es müssen Finanzen fliessen, wenn Geschichte zur Quelle werden soll. Urkunden sind die ältesten Zeugnisse. Ohne sie wäre die Zeit vor 1400 weitgehend ein weisser Fleck. Wie viel sich aus Urkunden herauslesen lässt, beweist eine Darstellung über das Doppelkloster St. Johann im Thurtal (Ernst Tremp). Im Weitern ist vom Streit auflüpfiger St. Galler mit dem Abt (Helmut Maurer) genauso die Rede wie von mittelalterlicher Spiellust (Karl Heinz Burmeister): Zeichen, dass Ernst Ziegler die Alltagsgeschichte(n) genauso wichtig war wie die grossen historischen Daten. Zum Archivalltag gehört der Umgang mit Bücherliebhabern und -dieben wie dem berüchtigten Melchior Goldast (Rudolf Gamper); zu den Archivfreuden zählt umgekehrt die Lesekultur, wie sie etwa in Lesegesellschaften gepflegt wurde (Peter Eitel). An Ernst Zieglers intensive Auseinandersetzung mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs erinnert der Beitrag über das Bild der «heilen Schweiz» in deutschen Filmwochenschauen (Peter Gerdes). Und schliesslich wird auch Ernst Zieglers Sorge um die Zukunft thematisiert. Wie sieht in fünfzig Jahren ein Archiv aus, wenn sich das papierlose Büro durchgesetzt hat (Marcel Mayer)?

Die älteste Schrift ist eine Leichenpredigt des Delmenhorster Landvogts Johannes Paulsen aus dem Jahr 1741, die neueste ist gerade ein paar Monate alt. Mehr als 2100 Schriften umfasst die Delmenhorster Bibliografie, die als komplexe Datenbank über die Internet-Seiten der Stadtbücherei zu finden ist.
Dank komfortabler Stichwortsuche erscheinen binnen Sekunden die genauen Standorte aller heimatkundlichen Schriften, die im Stadtarchiv oder in der Bücherei gelagert werden. Die neue, in Form einer Datenbank geführte Bibliografie fußt auf einer Fleißarbeit von Simone Mövens, Mitarbeiterin im Stadtarchiv.
(Delmenhorster Kurier) Damit dürfte wohl auch ein Großteil der Archivbibliothek recherchierbar sein.

In der Esslinger Zeitung erschien ein kurzes Feature über das Stadtarchiv.

Das Stadtarchiv kann für das Jahr 2002 mit 2568 Besucherinnen und Besuchern erneut einen Benutzerrekord verzeichnen. Im Vergleich zu
2001 sind dies 522 mehr. Schwäbisch Hall liegt damit weit vor Archiven vergleichbar großer Städte, die zwischen 200 und 400 Benutzern pro
Jahr angeben, und übertrifft sogar wesentlich größere Einrichtungen wie das Staatsarchiv Ludwigsburg, das ca. 1670 Benutzern verzeichnet. Grund für die intensive Nutzung sind
u.a. die große historische Bedeutung des Archivs
der ehemaligen Reichsstadt und die intensiv genutzten Bibliotheksbestände mit orts- und regionalgeschichtlicher Literatur. ,
meldet das Stadtarchiv Schwäbisch Hall auf seiner Neuigkeitenseite, auf der sich auch Angaben über Neuzugänge (Nachlässe) und zum Inhalt des Jahrbuchs "Württembergisch Franken" 2002 finden.

Die Esslinger Zeitung macht auf das Jubiläum und auf archivuntypische Bestände aufmerksam:
Dennoch ist im Laufe der Jahre eine beachtliche Sammlung zusammengekommen: rund 22 000 Gemälde und grafische Blätter, 150 000 Fotos, 13 000 Plakate, 54 000 Drucksachen, 3829 Münzen und jede Menge Sachzeugnisse der Stadtgeschichte - Waffen, Alltagsgerät, Skulpturen, Möbel. Kunsthandwerk. Und die Bibliothek umfasst derzeit rund 31 500 Medien. "Leider verlor das Historische Archiv 1945 durch den Krieg etwa die Hälfte der zentralen Aktenbestände des 19. bis frühen 20. Jahrhunderts. Die 1912 eingerichtete Hauptaktei der Stadt wurde völlig vernichtet." Doch auch so hütet das Stadtarchiv in den Depots zahlreiche Schätze. In einer Sonderabteilung etwa werden 2900 Einheiten mit nicht im Buchhandel erschienener Literatur aufbewahrt.

Das Stadtarchiv Bingen ist ein Depositum im Landesarchiv Speyer: Dr. Matthias Schmandt, Historiker und Leiter des Binger Museums hofft, dass die 70 lfm. Akten aus dem 14. bis 19. Jahrhundert wieder von Speyer zurück nach
Bingen gebracht werden können
, meldet das Rheinhessenarchiv. Umgekehrt hatte die Stadt Alzey Überlegungen angestellt, ihr Archiv nach Speyer zu geben, was aber nach Protesten von Vereinen überdacht werden soll (ebd.).

Das Internationale Zeitungsmuseum (IZM) soll geschlossen werden. Die 170.000 Zeitungsschätze der weltweit größten Einrichtung dieser Art sollen ins Stadtarchiv verfrachtet werden. Gegen die Pläne der Stadtverwaltung regt sich allerdings heftiger Widerstand, weiß die Aachener Zeitung.
Das mag ja in irgendeinem Papier stehen. In der Praxis ist das völlig undenkbar», sagt Archivleiter Dr. Thomas Kraus auf AZ-Anfrage. Material aus 33 Archivschränken, 18 Stahlregalen und neun Bücherwänden müsste vom IZM ins Stadtarchiv umziehen. Kraus: «Wir haben hier keinen Quadratmeter Platz. Die Kartons stapeln sich bis unter meinen Besprechungstisch. Das habe ich auch immer wieder betont», beschreibt er die Platznot des Archivs.
(Siehe auch KSTA.)

Das Inhaltsverzeichnis wird vom ARCHIV.Net bereitgestellt, während die vom Stadtarchiv Hannover verantwortete ANKA-Präsentation im WWW seit Anfang 2001 leider nicht mehr gepflegt wurde!

Der Main-Rheiner porträtiert das Stadtarchiv Mainz und seinen neuen Leiter Dr. Werner Dobras.
Seine Vision ist ein "Stadtarchiv am Puls der Zeit", in den kommenden zwei Monaten sollen viele der Findbücher - so nennt man die Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Aktenbestände - im Internet zugänglich gemacht werden. Damit nimmt das Stadtarchiv in Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle ein. 50000 Datensätze zu Archivalien und 50000 Datensätze zu Auswertungen sind schon vorhanden; seit 1994 werden neue Findbücher digital eingegeben. "Das ist auch ein Anreiz für Leute, das Archiv zu besuchen, so wollen wir den Weg zu uns erleichtern", erklärt Dobras. Eine Online-Archivdatenbank soll die Scheu vor dem Staub der Jahrhunderte nehmen.

Die Stadt Hessisch Oldendorf kann sich kein eigenes Archiv mehr leisten und übergibt ihre Archivalien (80 Regalmeter historischer Bestand) daher unter Eigentumsvorbehalt an das Staatsarchiv Bückeburg (Dewezet) - ob das für die Lokalforschung eine glückliche Entscheidung ist?

 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma

development